Gröbenzeller Japanfest am 07.05.2017

Japanischer Visitenkarten-Knigge

28.04.2017

 

Beim ersten Treffen mit einem neuen Geschäftspartner sollten Sie stets Visitenkarten bereithalten.

Beim erstmaligen Treffen stellt man sich mittels Visitenkarte vor. Wenn Sie Visitenkarten mit Ihrem Geschäftspartner aus Japan austauschen, achten Sie bitte auf Folgende vier Punkte:

Visitenkarten werden stehend ausgetauscht:

Der Visitenkartenaustausch wird immer stehend durchgeführt. Falls Sie vorher gesessen haben, sollten Sie bitte aufstehen.

Hierarchiestufen beachten:

Grundsätzlich wird die Visitenkarte vom Rangniedrigen zuerst übergeben, dann vom Hochrangigen. Wer hierarchisch untergeordnet ist, reicht also zuerst seine Visitenkarten seinem Gegenüber. Auch als Besucher übergibt man als Erster seine Visitenkarten.

In der Regel werden in Japan die Älteren gegenüber den Jüngeren oder auch die Kunden gegenüber den Lieferanten als hochrangiger angesehen.

Bei der Übergabe der Visitenkarte achten Sie bitte darauf, dass Sie diese an den beiden oberen Ecken halten und so überreichen, dass Ihr Gegenüber die Karte direkt lesen kann.

 

 

 

 

 

Visitenkarte mit beiden Hände halten:

Zunächst verbeugt man sich respektvoll, um dann die Visitenkarte mit beiden Händen, zwischen Daumen und Zeigefinger, auf Brusthöhe des Gegenübers zu halten. Dabei sollte unbedingt die Vorderseite der Visitenkarte Ihrem Gegenüber zugewandt sein.

Vorstellungs-Reihenfolge meistern:

Während Sie die Karte überreichen, nennen Sie bitte Ihre Position, den Firmennamen und zuletzt Ihren Nachnamen. Sobald Sie eine Visitenkarte erhalten, sollte Sie das mit einem freundlichen „Danke schön“ würdigen.

Gegebenenfalls folgt der Übergabe eine kleine Verbeugung. Der Empfänger hält die Visitenkarte ebenfalls mit beiden Händen und macht nach dem Lesen der Karte eine kleine Verbeugung.

 

Eine Technik für Fortgeschrittene 1:  Der gleichzeitige Austausch des Visitenkartens

Falls die Visitenkarten beider Parteien gleichzeitig ausgetauscht werden sollen, wird die eigene Visitenkarte mit der rechten Hand überreicht und die andere mit der linken Hand entgegengenommen. Nach der Übergabe greifen Sie die empfangene Visitenkarte unbedingt mit beiden Händen.

 

Eine Technik für Fortgeschrittene 2:  Der Visitenkartenaustausch mit mehreren Beteiligten

Der Visitenkartenaustausch mit mehreren Beteiligten wird in der gleichen Reihenfolge durchgeführt.

Wenn Sie zum Beispiel zusammen mit Ihrem Vorgesetzten eine Firma besuchen, werden zuerst Ihr Chef und der Besuchte die Visitenkarten austauschen und dann Sie mit dem Besuchten. Wenn Ihr Gegenüber auch mit seinem Chef erscheint, werden zuerst die beiden Chefs die Visitenkarten austauschen, dann die zwei Rangniedrigeren.

Sobald Sie die Visitenkarten Ihres Gegenübers erhalten, beachten Sie diese respektvoll und sehr interessiert. Dabei prüfen Sie bitte, wie der Name Ihres Gegenübers ausgesprochen werden soll. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie bitte höflich nach. Anschließend sollte die Visitenkarte nicht einfach eingesteckt werden, schon gar nicht in die Hosentasche. Dies gilt als eine relativ starke Beleidigung. Idealerweise sollte Karten in einem entsprechenden Visitenkartenetui aufbewahrt werden.

Praktischer-Tipp 1: Visitenkarten auf dem Tisch legen

Sollte der Visitenkarten-Austausch vor dem Meeting oder Verhandlungsgespräch stattfinden, es ist eine gute Idee, die empfangene Visitenkarte vor sich auf dem Tisch zu legen.

Platzieren Sie die Visitenkarten gemäß der Sitzordnung, das ist sehr praktisch, da man sich so die Namen besser merken kann.

 

Praktischer-Tipp 2: Tipp für Ihre Visitenkarten-gestaltung

Anschließend möchte ich Ihnen einen praktischen Tipp für die Gestaltung Ihrer Visitenkarte geben.

Normalerweise sind japanische Visitenkarten so gestaltet, dass auf der Vorderseite der Name der Person in der Zeichenschrift „Kanji“ geschrieben steht und auf der Rückseite der Name in lateinischer Schrift zu finden ist. Dies hilft allen, die die japanische Schrift nicht lesen können.

Umgekehrt sollten Sie auch Ihre Visitenkarten-Rückseite ähnlich gestalten lassen.

Japaner können zwar lateinische Buchstaben lesen und sind oft vertraut mit englischen Namen, aber die Deutsche Aussprache, insbesondere Doppelvokale wie „eu“, die Konsonantenkombination wie „c-h“ oder Umlaute sind für die meisten Japaner sehr fremd. Ich kenne eine japanische Dame, die den Ortsnamen Neunkirchen als „nyu-kaa-shen“ gelesen hat.

Deswegen ist es ratsam, Ihren Name auf der Rückseite in der Silbensprache „Katakana“ zu schreiben. Somit verstehen Japaner leichter, dass beispielsweise Ihr Vorname „Heiko“ nicht „he-i-ko“ sondern „ha-i-ko“ lautet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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